Die Beherrschung der Schriftsprache, d.h. das Lesen und Schreiben, ist für den Erwerb von Wissen und Bildung von ausschlaggebender Bedeutung

Runderlass des Kultusministeriums NRW 17.09. 1991

In besonderer Weise bemüht sich die Grundschule um die Vermittlung dieser Fähigkeit; sie erarbeitet damit das Fundament einer weitreichenden Basisfertigkeit, denn die Rechtschreibsicherheit sowie die Fähigkeit des Lesens bilden die Grundlage für Verstehen und Transfer, insbesondere für das Fach Deutsch, aber auch in den Fremdsprachen sowie allen anderen Fächern, in denen neben dem Erwerb von Wissen Sprache im weitesten Sinn Bedeutung hat - und das ist so gut wie überall der Fall.


In den vergangenen Jahren hat jedoch auch das Gymnasium immer wieder mit Schülerinnen und Schülern zu tun, die eine Förderung im Bereich Lesen und Rechtschreiben benötigen.
Der reguläre Fachunterricht - das betrifft auch den Deutschunterricht - sieht sich aber aufgrund der zumeist sehr unterschiedlichen Problemlage zumeist nicht im Stande, auf jeden Einzelfall in der für den Schüler bzw. die Schülerin angemessenen Weise einzugehen. Jeder Schüler und jede Schülerin hat jedoch laut Erlass das Recht auf eine gezielte, individuelle Förderung, um die oben angedeutete Problemlage für den Einzelnen nicht weiter zu verschärfen.

Auf diese Situation möchte und muss die Schule somit reagieren.
Das geschieht am Arnold-Janssen-Gymnasium nach folgendem Verfahren, wobei festzuhalten ist, dass gerade ein solcher, im Grunde sehr sensibel zu behandelnder Problembereich ständig neu zu überdenken und in der Praxis zu überprüfen ist.
Mit Hilfe unterschiedlicher Testverfahren (z.B. mit der Qualitativen Fehleranalyse nach der Hamburger-Schreib-Probe) sollen vor Ort von entsprechend fortgebildeten Kolleginnen und Kollegen alle neu aufgenommenen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 in den ersten Wochen ihres Schuljahres am AJG getestet werden. Die Auswertung dieser Tests ermöglicht in enger Zusammenarbeit mit Klassen- und Fachlehrerinnen und -lehrern eine eventuelle Zuordnung der Schülerinnen und Schüler zu entsprechenden Fördermaßnahmen, sei es die gezielte Beobachtung und Förderung der Schülerinnen und Schüler im jeweiligen Fachunterricht, sei es durch die Zuordnung des Betreffenden in eine entsprechende Fördergruppe.
Mit den Fachlehrerinnen und -lehrern abzustimmende, in der Fördermaßnahme gezielt auf den Schüler und die Schülerin zugeschnittene Maßnahmen (im Schnitt eine Unterrichtsstunde in der Woche, durchgeführt in altershomogenen Kleingruppen; Dauer der Fördermaßnahme: je nach Bedarf zwei Schuljahre (Klasse 5 und 6)) sollen dazu beitragen, Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler zu erreichen und zu festigen, um ihnen eine tragfähige Basis für weiterreichendes Lernen zu vermitteln.

Die Sensibilität für die betroffenen Schülerinnen und Schüler zu schärfen ist ein Anliegen, dem sich die Unterrichtenden des Arnold-Janssen-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit dem Elternhaus verantwortungsvoll stellen möchten.

Ansprechpartnerin Frau Averstegge

Ansprechpartnerin Frau Schlitt

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